29.07.2007, 08:17
Zitat: Studie: Schützt Milch vor metabolischem Syndrom?
Montag, 16. Juli 2007
Cardiff – Täglich ein halber Liter Milch. Das war in einer prospektiven Beobachtungsstudie im Journal of (Epidemiology and Community Health 2007; 61: 695-698) mit einem deutlich verminderten Risiko verbunden, an einem metabolischen Syndrom zu erkranken.
Die Caerphilly Prospective Study beobachtet seit 20 Jahren (fast) alle männlichen Einwohner der südwalisischen Kleinstadt. Eine Besonderheit der Studie ist, dass bei allen Teilnehmern der Nüchternblutzucker untersucht wurde, sodass die (vereinfachte) Diagnose eines metabolischen Syndroms (viszerale Adipositas, hoher Cholesterin und erhöhter Nüchternblutzucker) gestellt werden konnte. Schon zu Beginn der Studie erfüllten 15 Prozent der Männer dieses Kriterium und seither ist deren Zahl weiter gestiegen.
Peter Elwood von der Universität Cardiff interessierte sich jetzt für die Frage, welche ernährungsbedingten Faktoren die Entstehung begünstigen. Die Antwort dürfte die lokale Milchwirtschaft und die Käsehersteller gefreut haben. Der Verzehr von Milch und Milchprodukte war nämlich mit deutlich niedrigeren Inzidenzraten assoziiert. Männer, die angaben täglich einen Pint (etwas mehr als ein halber Liter) Milch zu trinken, entwickelten zu 62 Prozent seltener ein metabolisches Syndrom (adjustierte Odds Ratio 0,38 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,18-0,78). Auch der reichliche Verzehr von Milchprodukten war in diesem Sinne „protektiv“: Adjustierte Odds Ratio 0,44 (0,21-0,91).
Vor einem manifesten Diabetes schützte Milch in der Studie indes nicht, weshalb die britische Stiftung Diabetes UK sich auch gegen einen zu hohen Milchkonsum aussprach. Sie verweist auf den hohen Fettgehalt von Vollmilch und von einigen Milchprodukten wie Käse. Der Schlüssel zum Erfolge liege in einer ausgewogenen Ernährung und in körperlicher Bewegung. In der Tat sollte darauf hingewiesen werden, dass die Ergebnisse von Beobachtungsstudien nicht den gleichen Evidenzgrad haben wie Interventionsstudien, in denen eine präventive Wirkung eines gesunden Lebensstil mehrfach belegt werden konnte. rme/aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=29171
( hier nicht so ausführlich – dafür aber "Industrie-freundlicher" !)
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_h...317479.htm
Bereits vor 2 Jahren "geisterte" diese Meldung durch die Gazetten – und wurde auch entsprechend kritisch betrachtet:
http://www.milchlos.de/milos_0723.htm
Uli