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Erfahrungen..........
#2
Jetzt war Langeweile da. Und auch das Bedürfnis nach einem Sortier-Rückblick...

Wie lange dauert(e) Eure Karriere als unerkannter Nahrungsmittelallergiker????? ( Angabe von Jahren / Jahrzehnten! )
- Summa summarum wohl 30 Jahre, denn Milchallergie-Symptome hatte ich schon als Kleinkind - das weiß ich heute.

Eure Symptome / Begleiterkrankungen ( chronologisch)
- Als Kind: Verdauungsbeschwerden (Hasenköttel, heftige Bauchkrämpfe), Heißhunger auf Süßes, Eisenmangel, Kopfschmerzen, chron. Mandelentzündung, Sonnenallergie, Schlafprobleme
- Teenie: Akne, schlechte Zähne, selbst für Pubertierende anormale melancholische Introvertiertheit und Launenhaftigkeit, niedriger Blutdruck, Freßattacken (Gewicht 76 Kilo bei 1,70m).
- Ende 20: heftiger Candida-Befall, chronisch gewordene Verdauungsbeschwerden (osmotische Diarrhoe), allg. groggy (Konzentrationsmangel, chron. müde, kognitive Probleme, geistig umnebelt), Rosazea

Wie viele Ärzte habt Ihr im Laufe dieser Karriere "verschlissen" ?
- 10 (Internist/Allgemeinmediziner 7, Allergologe 1, Gastroenterologe 1, Diabetologe 1).

Fachrichtungen – Fachärzte ( alle aufzählen, die Ihr im Laufe dieser Karriere aufgesucht habt)
- als Kind: Internisten (diverse falsche Blinddarmalarme, Präparate gegen Eisenmangelanämie), HNO (chron. Mandelentzündung, kamen raus mit 14), Klinik/Neurologe (EEG wegen chron. Kopfschmerzen).
- Ende 20: Internist (Candida > Nystatin)
- mit 30: Internist (blindes Verschreiben von Nystatin und Probiotika)
- mit 33: Internist (mit Bioresonanz, wieder blindes Verschreiben von Nystatin)
- mit 34: Internist (alternat. Candida-Therapie (wieder blind), kinesiologische Therapiebegleitung, Zahnarzt entfernt sämtliche Plomben, Quecksilberausleitung per Algenpräparat); Allergologe (Prick-Test); Gastroenterologe.

Wie viele "Alternative Heilkundige" habt Ihr verschlissen?
- Ein Internist war auf "Naturmedizin" spezialisiert und machte eine Bioresonanzdiagnose bzw. -therapie: Der einzige, der überhaupt an NahrungsmittelUV's dachte (oder Allergien, "alles dasselbe") und sich praktischerweise auch gleich auf's "Löschen" von Allergien verstand. Eine Internistin schickte mich zwecks diagnostischer und therapeutischer Unterstützung zum Kinesiologen. Abgesehen davon, daß hier Vermutungen bestätigt wurden, war beides für die Katz.

Eure Diagnosen im Laufe dieser "Karriere": ( wenn möglich -> chronologisch)
per Arzt:
- Candida (Besiedlung "unendlich" laut Stuhlunters.)
- Candida und andere Pilze; UV/Allergie gegen Weizen, Gerste, Zucker, Milch; Belastung der großen Gelenke (laut Bioresonanz)
- Candida und Quecksilberbelastung, Störungen im Milz-Pankreas-Meridian (laut Kinesiologie)
- Rosazea (Allergologe und Dermatologe)
- Reizdarm (Gastroenterologe)
Eigene Diagnose per Selbstbeobachtung: Milchallergie, Getreideallergie oder -UV, SojaUV, FM, SM

Welche diagnostischen Maßnahmen Schulmedizin)
- Stuhluntersuchung 2x (einmal Candida; einmal o.B.)
- Blutuntersuchungen 4x (o.B.), Urinprobe 1x (Manganmangel)
- Prick-Test (o.B.)
- Dickdarmspiegelung (Befund: Reizdarm)
- Magenspiegelung (o.B.)
- Ultraschall 2x (o.B.)
- Insulinresistenztest (Glukose-Test) (o.B.)
- Hormonstatus (o.B.)

"Alternativ":
- Bioresonanz (abgebrochen)
- Kinesiologie

Eure Therapien :
Medikamente->
Sinnlos:
- Nystatin ab dem 3. Mal.
- alternatives (pflanzl.) Candida-Präparat (ohne Diät sinnlos)

Sinnvoll ( also Erleichterung bringend):
- Nystatin und Probiotika (die erste und zweite Candida-Bekämpfung halfen deutlich aber nur kurzfristig, danach keine Wirkung mehr)

Therapien
Sinnlos:
Marke Eigenbau:
- Milchzucker und Heilerde gegen Candida - der schlechthinnige Schwachsinn (da war ich 31/32).
- Leber- u. Darmreinigung mit Glaubersalz, Grapefruitsaft und warmem Olivenöl. Oh Graus (mit 33).
- Müller-Burzler (morgens Samen kauen und eingeweichtes Getreide) Purer Blödsinn (34?).
Unklar, für sich jedenfalls sinnlos:
- Algenpräparate
- Wiederholte künstliche Substitution von Vitaminen, Mineralien, Probiotika (tw. wohl eher kontraproduktiv)
- Die Phoenix-Präparate zur Entgiftung

Sinnvoll:
- Nystatin und Probiotika hätten es gemeinsam (!) mit einer Ernährungsumstellung gebracht. So waren sie jedoch sinnlos.
- Ausdauersport. Bewegung ist fast so wichtig für mich wie die Diät. Der Stoffwechsel (v.a. Leber) leistet einfach mehr.
- Na klar, die Diät: keine Milch, kein Getreide, kein Soja, zunächst radikal wenig Fructose, kein Sorbit, jetzt schon etwas mehr Fructose.
- Geduld und Spucke.

Wer hat Euch letztendlich auf die richtige "Fährte" gebracht?
- Das liebe Internet. Der entscheidende Kick kam durch LIbase (Uli und Martin). Die Symptomeliste für Milchallergiker war eine Offenbarung. Da war ich 34.

Und wie (er-)geht es Euch nun, nach etwaiger Ernährungsumstellung u.s.w.?
-Jetzt bin ich 36. Das Ganze ist nicht spurlos an mir vorübergegangen. Ich bin streßanfällig. Aber der Bauch ist stabil, er verzeiht mir Fructosesünden. Durchfall scheint passé. Blähungen nur noch seltenst. Also: Reizdarm ist flöten! Die Nieren sind etwas überfleißig, Reizblase, trockene Haut. Gewisse Dinge wie Rosazea und Stimmungsschwankungen werden wohl bleiben, Schübe sind vermutlich überw. histamin- und hormonell bedingt. Mein Immunsystem war schon immer erstaunlich gut (zumindest seit die Mandeln raus sind; nie eine Grippe gehabt), aber jetzt bin ich bereits eineinhalb Jahre erkältungsfrei. Wiege inzw. 60 Kilo.

"Dumme Sprüche", die Ihr Euch habt anhören müssen - sei es von Medizinern, Freunden oder Angehörigen.
- Der Gastroenterologe meinte, ich solle den Verdauungsapparat nicht mystifizieren. Der Allergologe erzählte, er hätte diese Phase auch gehabt (zuviel übers Essen zu grübeln) und wollte mir ein Antiepileptikum verschreiben gegen meine neurotischen Störungen. Die Internistin mit den Algenpräparaten empfahl angesichts meiner anhaltenden Bauchkrämpfe lapidar Dinkelkissen aus der Mikrowelle.

Sollte jemand über die Kosten der bisherigen Maßnahmen Bescheid wissen – auch dies` bitte vermerken!
- Der Bioresonanzler war teuer: Diagnose und drei Therapiesitzungen (bevor ich den Schwachsinn einsah) kosteten mich über 150 Euro. Und das ganze Nystatin, die ganzen Nahrungsergänzungmittel... das dürften Hunderte von Euronen gewesen sein. Keinen Schimmer, was ich die Krankenkasse gekostet habe.
Antworten


Nachrichten in diesem Thema
Erfahrungen.......... - von Uli - 20.11.2007, 16:11
Erfahrungen.......... - von Sabine3 - 29.11.2007, 11:15

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