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Schwere anaphylaktische Reaktionen auf Nahrungsmittel - das ist keine absolute Rarität
#8
Eine Meldung.......
Und ein paar Ausschnitte und auch Kommentare dazu!


http://www2.netdoktor.de/nachrichten/ind...&id=128675

Zitat:Ausschlag und Asthma: Mehr Allergien auf Nahrungsmittel

Göttingen/Mönchengladbach (ddp). Erst juckt es nur ein bisschen in Mund und Rachen. Dann schwillt plötzlich die Haut an, und schweres Asthma kommt hinzu: Eine Nahrungsmittelallergie kann dramatische Ausmaße annehmen und sogar tödlich enden.


Zitat: Diese Pollenallergiker sind zudem überdurchschnittlich oft auch gegen bestimmte Nahrungsmittel empfindlich. Denn die Allergene, die sich beispielsweise in den Blüten von Birken befinden, kommen in Äpfeln ebenfalls vor. Fuchs zufolge reagieren etwa 50 Prozent der Pollenallergiker auf Steinobst und Nüsse mit Hautausschlag, Schnupfen oder Luftnot. Experten sprechen bei diesen Wechselwirkungen von sogenannten Kreuzallergien - und die können speziell dann gefährlich werden, wenn der Heuschnupfen-Patient nichts von seiner doppelten Empfindlichkeit ahnt. «Hinter jedem banalen Schnupfen kann eine dramatische Nahrungsallergie stecken», warnt Facharzt Fuchs.

..... gerade im Frühjahr jammern viele über "nicht enden wollende" grippale Infekte : aber weder Betroffene noch (Haus-) Ärzte denken hierbei an etwaige Pollenreaktionen!

Zitat: Damit es nicht zu solchen Unglücken kommt, sollten speziell Heuschnupfenpatienten schon bei ersten Anzeichen einer Nahrungsmittelallergie einen Facharzt aufsuchen.

tja – dieser Rat ist gut ! Nur: wie einen "guten" Facharzt finden? Denn man kann mit viel mehr als in dem Beitrag geschilderten Symptomen auf "unverträgliche" Nahrungsmittel reagieren -> Durchfall, Übelkeit und Asthma-Anfälle lassen einen da schon eher an "Allergie" denken als "chronische" Zipperlein , die evtl. auch erst "zeitverzögert" ( bis 72 Stunden nach Verzehr des Übeltäters) mit Wiederaufflammen / Verschlechterung eines chronischen Krankheitsbildes reagieren. Und: man muss dabei nicht zwingend eine "Allergie" ( nachweisbare Antikörper) haben – eine "Unverträglichkeit" kann einem ebenso zusetzen!


Zitat: Häufig kommt es zu den allergischen Symptomen nur dann, wenn das Nahrungsmittel in rohem Zustand verzehrt wird. Ein Glas Apfelsaft beispielsweise macht keine Probleme, während der frische Apfel schweren Durchfall verursacht.

Hier wieder die Ausnahme von der Regel: wenn z.B. Apfelsaft nicht vertragen wird, dann muss auch an eine Sorbitintoleranz und / oder Fruktosemalabsorption gedacht werden!

Diesen Abschnitt hier finde ich dagegen "wunderbar" : man stelle sich die vielen "Allergiker" mit den "vielen" verschiedenen Allergien vor, wie sie "provoziert" werden......( stationär versteht sich)
Dumm dann nur, wenn sie "verzögert" reagieren....oder gar mit atypischen Symptomen ....



Zitat:«Deshalb muss sich dem Test grundsätzlich eine spezielle Diät anschließen, um sicherzugehen, dass die Allergie auch eine Überempfindlichkeit gegen Nahrungsmittel umfasst», sagt Sonja Lämmel, Ernährungswissenschaftlerin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) in Mönchengladbach. Bei diesen Diäten nimmt der Patient die potenziell allergieauslösenden Lebensmittel unter Aufsicht eines Arztes und einer Ernährungsfachkraft ein.

Zitat:Vorsichtig sollten Betroffene mit sogenannten IgG-Tests sein, die über Ärzte und das Internet angeboten werden, um Allergien und Unverträglichkeiten gegen bestimmte Nahrungsmittel zu diagnostizieren. Die Aussagekraft dieser Tests sei unter Experten sehr umstritten, betont Lämmel.

Dies ` ist nur bedingt richtig: "Allergien" werden per IgG nicht nachgewiesen – wenn, dann höchstens Unverträglichkeiten. Aber : weder mit IgE oder mit IgG können z.B. Pseudoallergien ( E- Nummern) oder KH- Malabsorptionen nachgewiesen werden, an die man grundsätzlich auch denken sollte......aber häufig "übersieht"....

Und ( zumindest auf dem Papier, das ja bekanntlich geduldig ist)

Zitat:Hier möchte ich eine Stelle aus dem Buch „Angewandte Allergologie“ von Professor Dr. med. Dr. Phil. Johannes Ring, Allergie – Ambulanz d. Dermatologischen Klinik und Poliklinik der Ludwig – Maximilians – Universität München entgegen halten.
Er schreibt auf Seite 14
Zitat:„ Auf manchen Kongressen hat man den Eindruck, als wollten sich die Allergologen demnächst in „IgEologen „ umbenennen! Wir müssen uns jedoch immer vor Augen halten, dass allergische Erkrankungen wesentlich mehr klinische Zustandsbilder umfassen als die IgE –vermittelten Reaktionen.“


http://www.patientenforum24.de/pdf_files...ergien.pdf



Zitat: Besser sei es, sich vom DAAB beraten zu lassen, der «allergologisch versierte» Ernährungsexperten im ganzen Bundesgebiet vermitteln könne.

Big Grin tja – das mit den allergologisch versierten Ernährungsexperten ist gut – hier dürfte wohl eher >der Wunsch der Vater des Gedankens < sein........ Wink .

Uli
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Schwere anaphylaktische Reaktionen auf Nahrungsmittel - das ist keine absolute Rarität - von Uli - 18.03.2008, 14:29

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