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CED und Osteoporose - Druckversion

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CED und Osteoporose - Uli - 09.03.2005

Osteoporose – Knochenfrakturen

1) aus dem Deutschen Ärzteblatt, Jg.101/ Heft 24/ 11. 6. 2004
CED erhöht Frakturrisiko: Viele Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ( CED) weisen eine Osteoporose auf: unklar ist bislang, ob dieses Phänomen mit einem erhöhten Frakturrisiko einhergeht. Die Autoren führten eine umfangreiche Fallkontrollstudie an 231 778 Patienten mit Frakturen durch und verglichen die Daten mit einer gleichen Anzahl alters- und geschlechtskorrelierter Kontrollen. Die Prävalenz für M. Crohn lag bei 256 , für Colitis ulcerosa bei 288 pro 100 000.
Das Risiko, eine Wirbelfraktur zu erleiden, lag bei Pat. Mit CED bei 1,72 OR, für eine Schenkelhalsfraktur bei 1,59 OR.
Dabei bestand eine Korrelation mit dem Aktivitätsgrad der Erkrankung. Nur bei 13% der Patienten , bei denen es bereits zu einer Fraktur gekommen war, wurde eine Osteoporosetherapie durchgeführt. In Anbetracht des jugendlichen Alters der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sollten die Bemühungen zur Prävention von Frakturen nach Meinung der Autoren intensiviert werden.( N. Arden et al.; Univ. of Southampton)
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Soweit so gut dieses kurze Referat .Für sehr viel sinnvoller würde ich es ansehen, CED`s zu vermeiden!
Und: hier wird von jugendlichen Patienten berichtet. Ich denke, die haben in ihren Leben schon genügend Milch und „Milchkalzium“ zu sich genommen, so dass hier wohl der Rat, viel Milch als Prävention der Osteoporose zu konsumieren, ziemlich obsolet sein dürfte.

Passend zu dem Thema auch eine Publikation aus 2003:

2) Eur J Gastroenterol Hepatol. 2003 Aug;15 ( :845-9.

The role of the intestine in bone homeostasis.

Walters JR.

Faculty of Medicine, Imperial College London, London W12 0NN, UK. julian.walters@imperial.ac.uk

The intestine is critical for calcium absorption and skeletal mineralization. Nutritional factors affect the dietary intake of calcium and its bioavailability in the intestine. Individuals differ considerably in their ability to absorb calcium but the reasons for this physiological variation are not fully understood although much is now known about the effects of vitamin D metabolites and the molecular steps in calcium absorption. Bone changes are found in many intestinal disorders including lactose intolerance, coeliac disease, short bowel syndrome, small intestinal bacterial overgrowth and Crohn's disease. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12867792&dopt=Abstract

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Hier wird eindeutig eine LI mit Zöliakie, M. Crohn, bakt. Fehlbesiedelung des Dünndarms und Kurzdarmsyndrom gleichgestellt – als eine der Ursachen für eine be-/verhinderte Kalziumresorption aus dem Dünndarm. Und so dürfte der Rat auch hier > mehr Milch und Milchprodukte zu sich zu nehmen<, völlig „daneben“ sein!
Die gleiche "Forderung" wie oben: erst einmal die Ursachen dieser chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Fehlbesiedelung herauszufinden!!!

Uli