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Wird von Euch jemand an der Verbraucherpolitischen Konferenz zu Allergien am 13. September 2007 in Berlin teilnehmen?

Wie im Frühjahr angekündigt, führt das bmelv mit mehreren Vorträgen und parallel tätigen Arbeitsgruppen die Konferenz durch.

Siehe: http://www.allergien-vorbeugen.de

Ist von Euch jemand dazu eingeladen und nimmt daran Teil? Was meint ihr zu den dort zur Bearbeitung anstehenden Fragen?

„Forum 1 Essen und Genuss

Welche Auswirkungen haben Verbraucherverhalten und Essgewohnheiten auf die Ausbildung von Allergien?

Wie lässt sich den oft unnötigen Sorgen von Lebensmittelallergien besser begegnen?

Was kann bei der Kennzeichnung loser Ware getan werden?

Bei welchen Lebensmitteln kann durch entsprechende Zubereitung das Allergiepotenzial gemindert werden?

Ist die Kennzeichnung ausreichend und verständlich? Gibt es Defizite?

Wie werden Zusatzinformationen im Einzelhandel von den Allergikern bewertet, wie vom Handel?

Welche Möglichkeiten bestehen zur Herstellung von Nahrungsmittel mit geringem Allergiepotenzial? Gibt es einen Bedarf seitens der Verbraucher?

Wie kann sichergestellt werden, dass bei Personen mit Lebensmittelallergien (zum Beispiel Kuhmilchallergie) trotz Karenz über Ersatz bzw. Austauschprodukte eine adäquate Nährstoffversorgung Gewähr leistet ist?

Wie kann bei Beikostprodukten (für Säuglinge) die Deklaration der Altersangaben (z.B. ab dem 4. Monat) derart geändert werden, dass keine zu früher Beikosteinführung initiiert wird?“



Zu den Auswirkungen des Verbraucherverhalten und der Essgewohnheiten auf die Ausbildung von Allergien?
Die Frage hört sich zunächst so an, als wenn etwas Schuldiges gesucht werden soll. Ich denke es sollte darum gehen, aufmerksamer zu zuhören, protokollierend zu beobachten, um Ernährungsverhalten planbar umzustellen. Lückenhaftes Wissen besteht darüber, dass sich die Stoffwechselfähigkeiten unserer Körper, abhängig vom Alter, der ursprünglichen Herkunft, dem jetzigen Lebensumfeld und auch vom Geschlecht her unterschiedlich verändern. Die Frage aus einer anderen Perspektive, welche Auswirkungen haben Allergien auf Verbraucherverhalten und Essgewohnheiten sind zu diskutieren, wie hier im Forum vielfach erfolgt, und dazu das entsprechende Angebot nicht nur für Individualverbraucher sondern auch in Gemeinschaftsverpflegungen sicherzustellen.

Unnötige Sorgen vor Lebensmittel Allergien lassen sich besonders durch verständlichere Aufklärungen erreichen. Diese sollten für unterschiedliche Altersgruppen konzipiert sein. Als gutes Beispiel siehe auch das Material der Deutschen Gesellschaft für Zöliaki.

Da es eine Vielzahl von Allergien gibt, wäre es ein hilfreicher Schritt wenigstens die 12 Hauptallergene auch an lose angebotener Ware zu kennzeichnen. In Irland wird dies beispielsweise auch schon getan wurde uns in Selbsthilfegruppentreffen berichtet.

Damit an den Produkten die Allergie auslösenden Zutaten leichter erkannt werden können, sollten die Verzeichnisse grundsätzlich mit schwarzer Schrift auf weißem Grund in angemessener Größe erstellt sein.

Ein Allergiker Hinweis zum Ende der Zutatenliste ist auf manchen Produkten schon sehr hilfreich angebracht und verschafft leichteren Überblick.

Nahrungsmittel mit geringem Allergiepotenzial, können Allergikern mit immunologischen Reaktionen, und je nach Art der Allergie sehr gefährlich werden. Sie sollten gar nicht erst hergestellt und derart gekennzeichnet werden.
Nahrungsmittel- Intolerante mit nicht immunologischen Reaktionen, vertragen manchmal noch vorübergehend geringe Mengen (einstellige Grammzahl pro Tag insgesamt) des Symptom auslösenden Nahrungsmittel (z.B. bei Laktose-Intoleranz und Fruktose-Intoleranz). Verlässlich beschwerdefrei bleiben sie aber auch nur bei einer strikten Meidung der Auslöser.

Bei Personen mit Lebensmittelallergien kann eine adäquate Nährstoffversorgung sichergestellt werden, nachdem medizinisch feststellt wurde, ob schon Mangelerscheinungen eingetreten sind (Kaliummangel ist mehrfach schon festgestellt worden), ein Ernährungsprotokoll erstellt wurde und aus beiden gemeinsam ein Ergänzungs- und Ernährungsplan erstellt wird.

Die Hersteller, der Beikostprodukte für Säuglinge sollten zu der Alterangabe (z.B. frühestens ab dem siebten Monat) verpflichtet werden.

Viele Grüße

Karsten