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Normale Version: Mütter können zu Allergie-Prävention beitragen
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Zitat:Rauchverzicht während der Schwangerschaft, Stillen und Probiotika nützen / Weniger Asthma und Neurodermitis

WIESBADEN (ikr). Bereits jeder Dritte in Deutschland hat eine Allergie. Besonders Kinder sind betroffen. So leiden sechs bis 19 Prozent an Neurodermitis und vier bis sieben Prozent an Asthma. Es gibt jedoch Maßnahmen, mit denen sich das Risiko für solche Erkrankungen deutlich reduzieren läßt.

Einen wesentlichen Beitrag zur Allergie-Prävention können Mütter durch Verzicht auf Rauchen während der Schwangerschaft leisten. So ist bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft rauchen, das Asthmarisiko um 60 Prozent höher als bei Kindern von Frauen, die nie geraucht haben (Chest 127, 2005, 1232). Stellen Frauen das Rauchen vor der Schwangerschaft ein, besteht hingegen kein erhöhtes Risiko.

Auch eine adäquate Ernährung des Kindes in den ersten Lebensmonaten mindert das Allergie-Risiko. Darauf hat Professor Andrea von Berg aus Wesel beim Kongreß des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen in Wiesbaden hingewiesen.

So sollten Mütter ihr Kind mindestens vier Monate voll stillen. Eine große Metaanalyse von zwölf prospektiven Studien habe ergeben, daß bei gestillten Kindern das Risiko für eine atopische Dermatitis oder Asthma geringer ist als bei Kindern, die Kuhmilch erhalten.

Besonders profitieren Kinder, bei denen bereits Eltern oder Geschwister eine allergische Erkrankung haben. Bei ihnen ist das Allergie-Risiko um etwa 40 Prozent reduziert. Für Frauen, bei denen Stillen nicht möglich ist, empfiehlt von Berg hypoallergene Säuglingsnahrung.

Auch Probiotika können das Risiko für eine atopische Dermatitis bei Kindern mit erhöhtem Atopie-Risiko senken. Das ergab eine Studie, über die Privatdozent Matthias Kopp aus Freiburg berichtete. Bei 64 Kindern hatten die Mütter vier Wochen vor der Geburt Lactobacillus GG erhalten und die Mütter von 68 weiteren Kindern Placebo.

In den ersten sechs Monaten nach der Geburt nahm entweder die stillende Mutter oder das Neugeborene die Lactobazillen (LGG) oder das Placebo-Präparat ein. Nach zwei Jahren hatten in der LGG-Gruppe 23 Prozent der Kinder Symptome einer atopischen Dermatitis, in der Placebo-Gruppe 46 Prozent. Ähnlich war es auch nach vier Jahren.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/docs/2006/09...?cat=/news
Zitat:So sollten Mütter ihr Kind mindestens vier Monate voll stillen. Eine große Metaanalyse von zwölf prospektiven Studien habe ergeben, daß bei gestillten Kindern das Risiko für eine atopische Dermatitis oder Asthma geringer ist als bei Kindern, die Kuhmilch erhalten.

Umkehrschluss : Milch ist mit Ursache einer Neurodermitis und von Asthma!
Aber wie viele Ärzte gibt es, die einen Zusammenhang Nahrungsmittel <-> atop. Ekzem / Asthma heftigst abstreiten!

....Etwas „irrtümlich formuliert“ finde ich, dass „Probiotika“ helfen ( sollen) : ich fand keinen Hinweis , ob diese Lactobazillen in einer Kapsel verabreicht wurden oder in Form eines angereicherten Joghurts.....denn das wäre ein gewaltiger Unterschied!

Uli
Zitat:Düsseldorf - Um Nahrungsmittelallergien bei Kindern zu vermeiden, können Eltern bereits im Säuglingsalter den Grundstein legen. So sollte so lang wie möglich das Baby gestillt werden, am besten das erste halbe Jahr. Falls das Kind nicht ausreichend gestillt werden kann, empfiehlt sich hypoallergene (HA-) Ersatzmilch. HA-Nahrung beinhaltet durch Erhitzen zerstörte oder veränderte Eiweißbestandteile, so dass keine oder kaum eine allergische Reaktion ausgelöst werden kann. Daher ist auch beim Säugling mit dem Konsum von Kuhmilchprodukten bis zu einem Jahr zu warten. Hühnereier und Fisch sind am besten in den ersten 24 Monaten komplett zu vermeiden. Außerdem gehören Meeresfrüchte sowie Erdnüsse, Walnüsse und Cashewkerner frühestens bei Dreijährigen auf den Speiseplan. (sid)

Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1160124080614.shtml
>>Gestillte Babys essen das Frühstücksei mit<<
So lautet die Überschrift im Allergo Journal 2205; 14
Um einer Hühnereiweißallergie entgegenzuwirken, wird stillenden Frauen eine Ei-freie Diät empfohlen. Eine randomisierte Studie untersuchte, ob Menge und Art des Eigehalts der Nahrung einen Einfluss auf den Eiproteingehalt in der Muttermilch hat.
Ja!
Fazit: Bei ¾ der untersuchten Frauen trat Ovalbumin nach Eigenuss dosisabhängig in die Muttermilch über. Ob es bei den restlichen Probandinnen zu einer verzögerten oder auch zu gar keiner Albuminexkretion in der Milch kam, bleibt offen.

Zitat:2005
Effect of cooked and raw egg consumption on ovalbumin content of human milk: a randomized, double-blind, cross-over trial.

Palmer DJ, Gold MS, Makrides M.
Child Health Research Institute, Women's and Children's Hospital, North Adelaide, SA, Australia.
BACKGROUND: Maternal avoidance of egg intake has been recommended to treat egg allergy in breastfed infants.
OBJECTIVE: To determine if the concentration of ovalbumin (OVA) in human milk is directly related to the quantity and form of egg consumed by breastfeeding mothers. METHODS: Randomized, blinded, cross-over, intervention trial. Breastfeeding women (n = 41) attended four clinic days between 11 and 14 weeks of lactation and on each day were randomly allocated to receive a test breakfast, identical except for the egg content (no egg, one raw egg, half a cooked egg or one cooked egg). Breast milk samples were collected at two hourly intervals for 8 h and their OVA concentration measured by ELISA. RESULTS: There was a direct, dose-response between the amount of cooked egg ingested and the peak OVA concentration (no egg 0.05 ng/mL [95% confidence interval (CI), 0.01-0.11], half a cooked egg 2.24 ng/mL [95% CI, 0.57-3.91], one cooked egg 3.16 ng/mL [95% CI, 1.41-4.91], n = 41, P<0.05) as well as the total OVA excretion (no egg 0.18 ng/mL/h [95% CI, 0.04-0.39], half a cooked egg 4.93 ng/mL/h [95% CI, 1.40-8.46], one cooked egg 9.14 ng/mL/h [95% CI, 4.25-14.03], n = 41, P<0.05). The peak concentration and total OVA excretion in response to one raw egg did not differ from ingesting half a cooked egg. There was no detectable OVA in the breast milk of 24% (10/41) women up to 8 h after any egg challenge.
CONCLUSION: OVA was detected in the breast milk of lactating women up to 8 h after a controlled intake of egg. A dose-response correlation was indicated. As excretion of OVA in human milk appears to be a normal phenomenon, further studies need to determine the threshold of OVA excretion that leads to symptoms in egg-allergic breastfed infants.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query...t=Abstract


Und vor nun fast schon vor 10 Jahren wurde das Gleiche mit Kuhmilch versucht ( in Japan!)
Hier wurde bei 62,5% der Probandinnen Beta-Lactoglobulin in der Muttermilch nachgewiesen, aber nur bei 8,3% Ovalbumin.
Wie es scheint, kann mehr Beta-Lactoglobulin nachgewiesen werden, je länger die Probandin ( Mutter) Milch konsumiert (hat).

Leider scheint es keine weiteren „Studien“ zu dieser Thematik / Problematik zu geben.......

Zitat:: Am J Clin Nutr. 1997 Jan;65(1):30-5
Consumption of cow milk and egg by lactating women and the presence of beta-lactoglobulin and ovalbumin in breast milk.
· Fukushima Y,
· Kawata Y,
· Onda T,
· Kitagawa M.
Nestle Japan Ltd., Scientific Liaison Office, Tokyo, KGE02664@iftyserve.ur.jp.

beta-Lactoglobulin and ovalbumin in mature human milk in healthy lactating Japanese women (n = 24) were determined by using an enzyme-linked immunosorbent assay. Subjects consumed > or = +200 mL cow milk/d for 1 wk before the sampling day and exactly 200 mL cow milk on the morning of the sampling day. beta-Lactoglobulin was detected (> 0.1 microgram/L) in breast milk in 15 of the 24 subjects (62.5%), with a maximum concentration of 16.5 micrograms/L. Ovalbumin was detected in only two subjects (8.3%) after the subjects followed their usual diet. beta-Lactoglobulin concentrations were low in the subjects whose cow milk consumption during the entire lactating period was low, even though all subjects consumed the same amount of cow milk before sampling. This result suggests that beta-lactoglobulin concentrations in breast milk are related to long-term consumption of cow milk. Amounts of food antigens in breast milk may be controlled by modifying the daily maternal diet.
PMID: 8988909 [PubMed - indexed for MEDLINE]
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query...med_docsum


Uli
/ können die Eltern tun, um ein wenig Allergie-Prävention zu betreiben!
Keine Duftstoffe verwenden!
Weder Parfums noch ( duftende) Weichspüler , Duftkerzen, parfümierte Kosmetika , stark duftende Putzmittel oder ätherische Öle. Oder duftendes Spielzeug, später aromatisierte Radiergummis % Co!
Sehr viele Duftstoffe sind inzwischen als allergieauslösend bekannt, ein Teil soll sogar verboten werden.

Zitate aus einem Beitrag der Zeitschrift >> Umwelt & Gesundheit<< 3/ 2006
( leider nicht über Internet verfügbar)

Zitat:Heutzutage werden Duftstoffe einer Vielzahl von Produkten wie Kosmetika, Seifen, Wasch- und Reinigungsprodukten, Spielzeug und Schulartikeln wie Textmarkern, Radiergummis und Stiften zugesetzt. So ist Parfum frühzeitiger zu einem Bestandteil des Kinderalltages geworden.

Parfumhaltige Lotionen bergen immer das Risiko, dass d
Zitat:Untersuchungen durch Johansen ( 2002) zeigen, dass der Zeitraum , in dem ein Duftstoff- Allergen durch eine sensibilisierte Person vertragen wird, bei niedrigerer Allergen-Konzentration verlängert ist. Der gleichzeitige Kontakt mit verschiedenen Allergenen kann einen synergistischen ( sich gegenseitig fördernden) Effekt hervorrufen.


Zitat:Parfumhaltige Lotionen bergen immer das Risiko, dass das Baby gegen einen oder mehrere Duftstoffe eine Allergie entwickelt.


Z.B. auch hier:
http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/...912pdf.pdf

http://marktcheck.greenpeace.at/kinderparfums.html


http://www.eurofins.de/lebensmittel/spec...tstoffe/en

Uli
Zitat:19.09.07, 11:54

Allergien
Die überschätzte Muttermilch „Jede Frau kann stillen“, sagt ein gängiger Still-Slogan und setzt junge Mütter unter Erfolgsdruck. Denn Stillen gilt als Startkapital für gute Gesundheit. Einen Schutz vor Allergien bietet Muttermilch aber nicht.
Nur zehn Prozent der deutschen Mütter stillen ihr Kind sechs Monate lang
Mehr als 90 Prozent aller Mütter stillen – oft unter größeren Schwierigkeiten. Wenn es nicht so klappt mit einer der vermeintlich natürlichsten Sachen der Welt, schwingt neben Verzweiflung auch die Sorge mit, das Kind ohne Muttermilch nicht optimal für eine gesunde Zukunft zu rüsten. Diese Angst ist zumindest hinsichtlich Allergien unbegründet. Denn eine neue Studie mit mehr als 13 000 Mutter-Kind-Paaren zeigt, dass gestillte Kinder kein reduziertes Allergierisiko haben.

Die Wissenschaftler um Michael Kramer von der McGill University in Montreal wiesen die Teilnehmerinnen in 31 weißrussischen Krankenhäusern nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zu. Um Störfaktoren auszuschließen, entsprachen sich beide Gruppen aber grundlegend in Kriterien wie dem Alter der Mütter, ihrem Bildungsstand, der Zahl und dem Geburtsgewicht ihrer Kinder und der Zahl der Kinder, die sie bereits gestillt hatten, Rauchen in der Schwangerschaft oder der Art ihrer Geburt. Die eine Gruppe ernährte ihre Babys ausschließlich und über einen langen Zeitraum mit Muttermilch. Der anderen Gruppe ließen die Forscher die Entscheidung offen – es zeigte sich, dass sie wirklich kürzer stillten als die Frauen der ersten Gruppe und ihren Kindern zusätzlich häufiger und schneller das Fläschchen statt der Brust gaben.

Gleiches Allergierisiko für Stillkinder

Nach 6,5 Jahren bat das Forscherteam Mütter und Kinder erneut zum Test. Ein Versuch sollte zeigen, ob sich Muttermilch positiv auf die Vermeidung von Asthma und Allergien auswirkt. Dazu füllten die Mütter Fragebögen zu Erkrankungen ihrer Sprösslinge aus. Mit einem Prick-Test, einem Allergietest auf der Haut, prüften die Ärzte ihre Reaktion auf Hausstaubmilben, Katzenhaare, Birkenpollen, Gräser und Schimmelpilz. Die Auswertung zeigte: Alle Kinder hatten das gleiche Risiko für Allergien oder Asthma.

Muttermilch schützt vor Neurodermitis

Bislang war die Forschung zum positiven Effekt der Muttermilch hinsichtlich dieser beiden Erkrankungen geteilter Meinung. Einige Studien hatten die schützende Wirkung der Muttermilch nachgewiesen, andere fanden keinen Beweis dafür. Die aktuelle Studie ist die größte ihrer Art zu diesem Thema und kann jetzt erstmals deutliche Belege liefern. Mütter mit Stillproblemen können also aufatmen – Frauen, die keine Schwierigkeiten haben, sollten ihrem Baby dennoch die Brust geben, raten die Wissenschaftler. Denn für andere Erkrankungen wie Neurodermitis konnte die Muttermilch bereits ihre guten Eigenschaften unter Beweis stellen.
http://www.focus.de/gesundheit/baby/news...33244.html

Was ist nun dran an dieser "Botschaft" ???? Ich würde meinen: Stillen ist die "natürlichste" Ernährung für ein Neugeborenes – die Natur macht keinen solchen "Mist" wie die 2-Beiner X( !
Über Jahrmillionen war die Muttermilch die erste und einzige ( richtige) Ernährung für den Nachwuchs. Was ich aber an dem Artikel vermisse: wurde denn auch die Ernährung der stillenden Mutter "unter die Lupe" genommen? Wie allen bekannt sein dürfte, gehen Nahrungsbestandteile auch in die Muttermilch über – und kommen so dem Nachwuchs "zugute" – bzw, bekommen ihm weniger "gut", wenn es hoch allergene Nahrungsmittel(-bestandteile) sein sollten.
Die Studie war bestimmt "gut" gemeint – fraglich aber ist, ob alle möglichen Ursachen einer Atopie mit bedacht worden sind!

Uli